Einblick · 16.04.2026
Warum ich Teile meiner Software kostenlos anbiete
Worum es mir geht
Ein Teil meiner Software entsteht in Kundenprojekten. Manche dieser Loesungen sind sehr speziell, andere loesen Probleme, die in aehnlicher Form auch bei vielen anderen wieder auftauchen. Wenn eine solche Loesung technisch sauber verallgemeinert werden kann, halte ich es fuer sinnvoll, sie nicht nur einmal zu nutzen, sondern spaeter als Open Source noch einmal zugaenglich zu machen.
Dahinter steckt kein Marketing-Trick, sondern ein einfacher Gedanke: Gute, bereits bezahlte Arbeit muss nicht unnoetig in der Schublade verschwinden, wenn sie an anderer Stelle noch einmal echten Nutzen stiften kann.
Warum das dem Kunden nicht schaden soll
Ich veroeffentliche nicht einfach ungefiltert Code aus laufenden Projekten. Bevor etwas offen geteilt wird, wird es von projektbezogenen Details getrennt, bereinigt und so aufbereitet, dass keine sensiblen Daten, internen Ablaeufe oder individuellen Wettbewerbsvorteile nach aussen getragen werden.
- Keine Kundendaten: Zugangsdaten, Inhalte, Konfigurationen und interne Logik bleiben privat.
- Keine 1:1-Kopie: Veroeffentlicht wird nur, was allgemein nutzbar und sauber abstrahiert ist.
- Kein Nachteil fuer den Auftraggeber: Die urspruengliche Auftragsarbeit wird dadurch nicht entwertet.
Warum ich trotzdem teile
In vielen Unternehmen werden aehnliche Probleme immer wieder neu geloest. Das kostet Zeit, Budget und oft auch Nerven. Wenn ein Teil davon bereits verallgemeinert vorliegt, kann Open Source helfen, schneller voranzukommen.
- Weniger doppelte Arbeit: Nicht jedes Rad muss fuer denselben Zweck neu gebaut werden.
- Schnellerer Einstieg: Andere koennen auf einer funktionierenden Basis aufbauen.
- Bessere Software: Offene Nutzung fuehrt oft zu klarerer Dokumentation und robusterem Code.
- Mehr Nutzen aus vorhandener Arbeit: Ein gutes Werkzeug darf auch ueber das erste Projekt hinaus helfen.
Was ich veroeffentliche
Ich teile vor allem kleinere, klar abgegrenzte Loesungen: Werkzeuge, Plugins, Hilfsfunktionen oder Bausteine, die eigenstaendig verstaendlich sind und auch ausserhalb des Ursprungsprojekts Sinn ergeben.
Ein Beispiel dafuer ist der Fewo Kalender, ein WordPress-Plugin fuer Belegungskalender, das inzwischen ueber die Projektgrenzen hinaus nuetzlich geworden ist. Solche Downloads sammle ich auf der Download-Seite.
Warum ich das langfristig machen will
Ich glaube, dass praktische Open-Source-Arbeit besonders dort wertvoll ist, wo sie aus echten Anforderungen kommt. Nicht als akademische Uebung, sondern aus Problemen, die bereits einmal im Alltag geloest werden mussten.
Wenn daraus wiederverwendbare Software entsteht, profitieren im besten Fall mehrere Seiten: Der Kunde bekommt eine passende Loesung fuer seinen Fall, andere sparen spaeter Aufwand, und ich kann funktionierende Bausteine sauber pflegen und weiterentwickeln.
Unterstuetzung
Das Aufbereiten, Dokumentieren und Veroeffentlichen kostet Zeit. Wenn du den Ansatz gut findest und solche Projekte unterstuetzen moechtest, kannst du dir auch die offenen Downloads anschauen oder mir einen Kaffee spendieren.